Kantine Rochdale Barracks, Bielefeld
Im Rahmen der Projektfamilie „Vom Leerstand zum Begegnungsort” des Transferprogramms der REGIONALE „UrbanLand“ wurde pro loco damit beauftragt, die Projektgruppe um die ehemalige Kantine der Rochdale Barracks in Bielefeld dabei zu begleiten, konkrete Zukunfts- und Nutzungsperspektiven zu entwickeln.
Das ehemalige Kasernengelände “Rochdale Barracks” im östlichen Stadtbezirk Mitte der Stadt Bielefeld steht seit 2020 leer und soll zu einem neuen Wohnquartier entwickelt werden. In diesem Zuge soll die ehemalige Kantine zu einem offenen Kultur- und Nachbarschaftszentrum entwickelt werden. Von Beginn an wurde auf eine Beteiligung der Bevölkerung, insbesondere der direkten Nachbarschaft, geachtet. Die Nachbarschaft hat sich in einer Initiative organisiert. Zudem wurde ein Runder Tisch Konversion eingerichtet, in dem Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Bielefeld, der Nachbarschaft und der BIMA regelmäßig zusammenkommen und beraten. Erste Aktionen, die das Gelände auch für die Öffentlichkeit erfahrbar machen, wurden u.a. im Programm Transurban Residency (2022) realisiert. Diese waren so erfolgreich, dass auch in den Sommermonaten der Folgejahre offene Formate und kulturelle Angebote auf dem Gelände von Künstlerinnen und Künstlern organisiert und realisiert wurden. Zudem bietet das Bauamt regelmäßig Rundgänge und Informationssprechstunden an.
Ziel des Projektes im Rahmen der Transferprogramms REGIONAL “UrbanLand” ist es, die Initiative bei den notwendigen Schritten zur Entwicklung eines Nutzungskonzeptes und selbstorganisierter Strukturen zu begleiten, um die Erstnutzung in der Startphase zu ermöglichen und weiter voranzutreiben. Dafür wurde zum einen ein stufenweise realisierbares räumliches Nutzungskonzept mit den Beteiligten entwickelt. Zum anderen wird der in Gründung befindliche Verein “Frei Raum Rochdale” ermächtigt, die rechtlichen Bedingungen zu klären und die Motivation herzustellen, um einen längeren Prozess durchzuhalten.
Vermittelt durch das Bild eines mehrgängigen „Rochdale Menus“ in Anlehnung an die ehemalige Kantinennutzung wurde eine – zeitlich und räumlich – abgestufte Vorgehensweise entwickelt.